Sechs Kapitel. Ein ehrliches Gesamtbild.
Sechs Kapitel zerlegen dieselben 1,9 Millionen Beschäftigungsdatensätze auf Individualebene nach Ökosystem, Gender, Brain Drain, Benchmarking, Seniorität und Region. Das vollständige Bild davon, wer in Österreich AI entwickelt, wo diese Personen arbeiten und wohin sie gehen.
Das Ökosystem
Die Frage ist nicht mehr, ob Österreich über AI-Talent verfügt. Sondern ob die Basis schnell genug wächst, ausreichend bindet und breit genug in die Wirtschaft hineinwirkt.
Gender
Eine Klippe, keine Steigung. Die Pipeline startet ausgewogen und bricht nach oben ab. Bei +0,3 PP pro Jahr ist die Parität 60 Jahre entfernt.
Brain Drain
Die Bindung liegt solide bei 67 %. Die eigentliche Geschichte ist der Verlust an der Spitze: 18 % im Build-Tier, 26 % in NLP/GenAI, die Hälfte ist innerhalb von zwölf Monaten weg.
Wettbewerbs-Benchmarking
Top 10 bei der Qualität. Mittelfeld bei der Quantität. Westeuropas zweitlangsamstes Gehaltswachstum. Die Lücke ist horizontal, nicht vertikal.
Seniorität
Keine Absolventenkohorte, sondern eine Mid-Career-Klasse. 62 % Analyst+Senior als Rückgrat — und nur 9 % Einstiegsanteil, mit einer verborgenen Gehaltsinversion an der Spitze.
Region & Bundesland
Wien–Graz–Linz vereint über 90 % der Core AI. Der Core-Anteil in Graz (rund 45 %) übertrifft jenen in Wien (rund 39 %). Der Korridor ist die einzige tragfähige Achse.